Damit die ganze Familie möglichst lange im Jahr Spaß am eigenen Pool im Garten hat, muss dieser regelmäßig gepflegt und gewartet werden. Diese Pflege ist nicht nur mit viel Arbeit verbunden und entsprechend zeitintensiv, sie verursacht auch Kosten für die Pumpe und das Filtersystem, um grobe Verschmutzungen entfernen zu können, sowie für diverse Chemikalien, die es zur Reinigung des Wassers braucht. Diese Kosten können um einiges reduziert werden, wenn man sich für eine Poolüberdachung entscheidet.
Die Möglichkeiten zur Abdeckung des Gartenpools sind inzwischen sehr vielseitig. Es gibt sie für jede Größe und für alle Formen von Pools – in einfachen Varianten, die manuell bedient werden, oder als komfortable Abdeckungen, die automatisch steuerbar sind. Zudem gibt es Poolüberdachungen aus den unterschiedlichsten Materialien und, damit verbunden, in fast jeder Preisklasse. Schauen wir uns doch einmal die wichtigsten Varianten etwas näher an.
Flexible und feste Poolüberdachungen
Als besonders effektiv haben sich Poolüberdachungen mit einer Verglasung aus Polycarbonat-Doppelstegplatten oder Plexi-Klarglas erwiesen. Sie sind im Fachhandel für jede Schwimmbadgröße und -form erhältlich, und das auch noch in den unterschiedlichsten Farben.
Bei einer solchen Poolüberdachung handelt es sich fast schon um ein eigenes „Haus“ bzw. eine Art Wintergarten, der über den Pool gebaut wird. Es gibt Seitenwände und ein Dach, welches meist die Form einer Kuppel besitzt. Damit ist gewährleistet, dass nach oben hin genug Platz ist und man sich auch beim Baden mit geschlossener Abdeckung nicht eingeengt fühlt. Eine solche Poolüberdachung ist als feste oder flexible Variante erhältlich. Flexibel bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Seitenwände wie auch das Dach geöffnet werden können. Damit kann bei schönem Sommerwetter aus dem „Hallenbad“ im eigenen Garten flugs ein Freibad gemacht werden. Bei einer komplett festen Poolüberdachung ist dies nicht möglich. Hier gibt es in der Regel lediglich eine Tür, durch die man in den Poolbereich gelangen kann.
Bewusst sollte man sich darüber sein, dass eine solche Poolüberdachung mit recht hohen Kosten verbunden ist. Die Preise beginnen bei etwa 5.000 Euro, nach oben hin sind keine Grenzen gesetzt. Der Preis orientiert sich unter anderem an der Größe, am Material und der technischen Ausstattung.
Die wichtigsten Vorteile einer Poolabdeckung
Einer der wichtigsten Vorteile wurde bereits angesprochen: Durch den Einsatz einer Poolabdeckung lässt sich die Badesaison im eigenen Garten bis weit ins Frühjahr sowie in den Herbst ausdehnen, selbst bei Regen kann gebadet werden. Möglich ist dies, da sich die Wärme unter der Poolüberdachung sammelt. Damit kann die Temperatur des Wassers um bis zu zehn Grad erhöht werden.
Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die Poolüberdachung reduziert den Reinigungs- und Pflegeaufwand für den Gartenpool deutlich, da weniger Dreck ins Wasser gelangt und dementsprechend seltener gefiltert werden muss. Auch der Einsatz von Chemikalien wie Regeneriersalz, Chlor etc. lässt sich damit reduzieren, was im Endeffekt auch die Betriebskosten senkt.
Pool abdecken: Geht das nicht auch günstiger?
Nicht jeder kann es sich leisten, eine Poolabdeckung für etliche tausend Euro anzuschaffen. Die gute Nachricht: Es gibt auch günstigere Varianten, allerdings handelt es sich hierbei eher um eine Poolabdeckung als um eine Poolüberdachung. Die Rede ist von speziellen Planen, die manuell bzw. mittels eines Zugseils über den Pool gezogen und anschließend an den Seiten fixiert werden. Sie schwimmen mehr oder weniger auf dem Wasser und sorgen so dafür, dass kein Schmutz in den Pool gelangen kann. Zudem hält die Plane die intensive Sonneneinstrahlung ab, dadurch verringert sich auch die Algenbildung. Und schließlich vermindern sich die Wasserverdunstung und der Wärmeverlust des Wassers messbar.
Ein weiterer Vorteil der Abdeckplane besteht darin, dass sie sehr schnell zu montieren und wieder zu entfernen ist. Bedenken sollte man allerdings, dass diese günstigste Form der Poolabdeckung im Winter nur einen sehr bedingten Schutz vor den Witterungseinflüssen bietet. Bei Schneefall etwa muss die Plane entweder entfernt oder von unten abgestützt werden, damit die Schneemassen sie nicht zum Einstürzen bringen können.
Ein besonderer Tipp sind sogenannte Iso-Solar-Abdeckplanen. Diese bestehen aus einer UV- Luftkammerfolie, die auf dem Wasser schwimmt. Die Sonnenwärme wird durch die Folie gespeichert und erwärmt somit das Wasser, dadurch kann eine Heizkostenersparnis von bis zu 70 % erreicht werden. Der im Vergleich zu einer normalen Plane höhere Preis von etwa 200 – 250 Euro kann sich so bereits schon nach kurzer Zeit amortisieren.


